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Auftraggeber Gemeinde Drasenhofen
Fläche ca. 4.200 m2
Herstellungskosten ca. 150.000 Euro
Planung 2006 - 2010
Fertigstellung 2010
Architektur Hartl Abendroth Architekten
Projektpartner EGKK Landschaftsarchitektur
Ausführende Firma Maschinenring Weinviertel
Fotos: © A. Buchberger (1/8)
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Die Positionierung des Gebäudes als dreidimensionales Objekt auf einem abschüssigen Grundstück ermöglichte bereits in der Wettbewerbsphase die Entwicklung einer Vision, wie der spätere Garten einmal aussehen könnte. Überwältigend ist die umgebende Landschaft: vom Garten aus sind der Kirchturm und die Dachlandschaft des Ortskerns stets sichtbar, ebenso sind in der Ferne das Schloss Dietrichstein, der markante Heilige Berg (Svatý kopecek) und die Pollauer Berge beeindruckende Landmarken am Horizont. Garten und Gebäude stehen nicht losgelöst da, sondern sind immer über Blickbeziehungen untrennbar mit dem Ort verbunden. Das Haus selbst verschmilzt mit seiner Umgebung und die Dachfläche sowie der Garten werden zu einem gemeinsamen Spiel-, Aufenthalts- und Erlebnisraum.
Entstanden ist eine Dach-Garten-Spielelandschaft auf mehreren Ebenen, die stets neue Perspektiven bietet. Erleben läßt sich eine Landschaft wie im Kinderbuch: Berge aus rotem Gummibelag sind zu erklimmen bevor man durch einen dichten Dschungel aus hohen Ziergräsern wandert, um schließlich vor Hügeln aus Rasen zu landen. Schnell noch Kräuter ernten für die Jause und dann geht es durch die große, rote Röhrenrutsche ab nach unten in den Garten.
Dort angekommen ist man auch schon mitten im Naturspielplatz. Große Steinblöcke, Sand und Schotter bilden eine Flusslandschaft nach, sogar Wasser aus dem Wasserspeier ist hier verfügbar. Balancierbalken aus Holz liegen da, gleich alten Baumstämmen, daneben steht eine Nestschaukel und im hinteren Bereich, unter dem Schatten der Linde, lässt es sich in Ruhe spielen. Über eine sanfte Böschung kommt man zur Ballspielwiese auf der mittleren Gartenebene. Über der Holzterrasse spendet eine lange Markise Schatten. Spielemöglichkeiten bieten eine Doppelschaukel, eine Rutsche am Hang und eine Kletterrampe. Stufen aus Holz führen auf die dritte und oberste Gartenebene, dann schließt sich der Kreis und man ist wieder auf der Dachfläche des Kindergartens angelangt.
Die Umsetzung der Arbeiten im Garten erfolgte teils in Eigenregie der Gemeinde. Mit dem Bagger wurde das Gelände gestaltet, Hügel, Böschungen und Senken eingerichtet. 25 Zentimeter fruchtbarer Mutterboden wurde aufgetragen, um den vorhandenen schweren Lehmboden aufzubessern. Für die Gestaltung des Sand-Matschbereiches wurden grosse Steinblöcke positioniert, Schotter eingebaut und Spielesand in der Mittelzone aufgeschüttet. In Teilflächen am Rand wurden zusätzliche Kieslagen aufgebracht um den Boden für Wiesenflächen abzumagern. Auf der Dachfläche ermöglichen durchlässige Spezialsubstrate eine Begrünung mit Rasen und Kräuterbeeten.
Ein Lindenbaum, ein Apfel- und ein Birnbaum finden sich im unteren Gartenteil der Obstecke. Wüchsige Sträucher wie Haselnuß, Salweide, Mispelstrauch und Kornelkirsche werden bald raumbildende Gehölzgruppen bilden. Die fertiggestellte Bepflanzung ist eine Initialbepflanzung und kann vom Kindergartenteam laufend ergänzt werden (Kräuterbeete, Weidenhaus etc.).
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