Gärten der Jahrhundertwende

Auftraggeber
MA18, Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung

Bearbeitung
2002

Projektpartner
Arch. DI Maria Auböck, Dr. Mara Reissberger, DI Barbara Bacher (Zeitschriftenarchiv)

Die Umwälzungen gesellschaftlicher Bedingungen der Industrialisierung brachten mit sich, dass aus der Zeit des Wiener Kongresses bereits bedeutende bürgerliche Hausgärten, Villengärten bekannt sind; die gartenkünstlerische Entwicklung der Mitte des 19. Jahrhunderts folgt den Mustern der Baugeschichte: Bürgergärten sind im 19. Jahrhundert das Thema innovativer Entwurfsarbeit.

Um die Jahrhundertwende - nach Jahrzehnten der "Gründerzeit" - befindet sich die Metropole Wien in einem veränderten Zustand: Die Stadtlandschaft versteinert, große Teile der Stadt als Rasterviertel errichtet. Die repräsentativen Villen entstehen dazwischen und am Stadtrand. Die Studie dokumentiert eine Forschungsarbeit, die sich mit den Gärten der Jahrhundertwende in Wien auseinandergesetzt hat. Sie soll belegen, dass Gartenkunst zu Ende des 19. Jahrhunderts ein wesentlicher Bestandteil der Lebenskultur war.

Die Auswahl der Liegenschaften, Architekten und gartenarchitektonischer Entwürfe wurde auf acht exemplarische Objekte konzentriert. Es sollten Hausgärten untersucht werden, die aus architekturhistorischer Sicht und in Bezug zur Wiener Stadtlandschaft interessante Erkenntnisse bieten können.

Die Studie umfasst eine stilgeschichtliche Einführung und die erarbeiteten Bestandspläne wie auch die Dokumentation der für jedes Objekt erstellten Archivforschung, Fotodokumentation und Vegetationskartierung.

Es wird auch ein Ausblick in zukünftig zu erstellende Parameter der Beurteilung geboten, denn diese Zusammenschau ist notwendig, um den Vergleich von Neuanlage und heutigem Zustand beleuchten zu können.